Logos IGW_Greyfield Group_Unicorn_DJH_BaWü

Immobilienwirtschaft: Offen für Alternativen

Den Gebäudesektor mit ganz anderen Augen betrachten die teilnehmenden Unternehmen, die wir heute vorstellen: Sie interessiert vor allem die Nutzungsphase und wie es gelingt, Gebäude vielfach und länger zu nutzen oder Brachliegendes zu revitalisieren. 

So wurde beispielsweise das Tochterunternehmen eines Wohnungsunternehmens, die IGW – Spezialimmobilien GmbH, extra mit der Absicht gegründet eine leerstehende Fabrik in Iserlohn nach langer illegaler Nutzung unter technischen Unzulänglichkeiten und Altlasten nachhaltig zu entwickeln. Wie die wirtschaftliche Entwicklung gelang und wie es gelang, Altmieter im Projekt zu halten, so dass heute ein Miteinander möglich ist, möchte das Unternehmen teilen.  

Der Projektentwickler Greyfield Group aus Essen hat sich ebenfalls auf brachliegende Liegenschaften spezialisiert. Während andere Gebäude in B- und C-Lagen meiden, hat das Unternehmen seine Leidenschaft für vergessene Orte entdeckt. Und entwickelt mit unkonventionellen Ideen und architektonischem Gespür neue Orte mit nachhaltigen Nutzungen. Sie sind überzeugt, dass die Immobilienbranche ein enormes Potential hat, neue ökologische und soziale Standards zu setzen – man müsse nur anfangen. Mit ihrer Teilnahme an CEWI wollen sie noch mehr das Bewusstsein für das Vermeiden und für die bereits gebaute Umwelt stärken.  

Auch den Landesverband Baden-Württemberg des Deutschen Jugendherbergswerk treibt die Frage um, wie sich die lange Nutzungsdauer ihrer 47 Herbergen mit sich wandelnden Ansprüchen ihrer Mitglieder gewährleisten lässt. Als Einrichtung, die sich mit Umweltbildung und ökologischer Nachhaltigkeit schon aus ihrem Ansatz heraus beschäftigt, sieht man die Notwendigkeit für neue Prozesse und Systeme in der Wertschöpfung, die auf die Zukunft ausgerichtet sind. Ein flächendeckendes Kreislaufsystem für Baden-Württemberg zu entwickeln, ist ein mögliches Ziel. 

Mehr an den Möglichkeiten gewerblicher Immobilien, vor allem für Büroflächen, ist man bei Unicorn interessiert. Mit seinen Angeboten möchte der Workspace-Betreiber Büroflächen ressourcensparender nutzen und so der Flächenknappheit in Großstädten entgegenwirken. Gleichzeitig arbeitet man gemeinsam an nachhaltigen Unternehmenskonzepten und an der Frage, was es alles braucht, damit ein Arbeitsplatz wirklich klimaneutral wird.